Bahnbetriebswerk Gelsenkirchen-Bismarck

Bahnbetriebswerk Gelsenkirchen-Bismarck

 

Begehung:

Hier hat man als Schleicher leichtes Spiel. Das Gelände ist frei zugänglich und befindet sich in einem guten Zustand. Viele alte Wagons bieten tolle Motive. Da das Gebäude denkmalgeschützt ist, ist kaum Vandalismus vorzufinden. Zum Teil werden Wagons und Gebäude durch Vereine benutzt. Daher konnte ich nicht in das Gebäude.

Geschichte:

Das Bahnbetriebswerk Gelsenkirchen-Bismarck wurde zwischen 1924 und 1926 zusammen mit einer Ausbesserungswerkstatt in Backsteinbauweise errichtet. Es diente als Ersatz für den zu klein gewordenen Ringlokschuppen der BME aus dem Jahr 1876.

Bekannt wurde Gelsenkirchen-Bismarck als Auslauf-Betriebswerk für die schweren Dampflokomotiven der Baureihe 44, die bis zum endgültigen Ende des Dampfbetriebs im Mai 1977 im Einsatz waren. Den letzten planmäßigen Güterzug bespannte die Lok 44 508-0. Auch die letzten Exemplare der Baureihe V 2001 waren in Gelsenkirchen-Bismarck beheimatet; sie wurden bis zum 30. Juni 1988 ausgemustert.

Am 1. Januar 1982 wurde das BW als eigenständige Dienststelle aufgelöst und an das Bw Oberhausen-Osterfeld Süd angegliedert. Lediglich Werkstattarbeiten wurden noch bis zum Jahre 1988 durchgeführt.

Die heute noch vollständig vorhandene Drehscheibe hat einen Durchmesser von 23 Metern. In Verlängerung der Lokstände vier und fünf des Lokschuppens ist die sogenannte ‚Mittelhalle‘ angeordnet, in der sich früher die Achssenke und große Werkzeugmaschinen befanden.

Eine weitere, dreigleisige Halle diente ursprünglich der Güterwagenausbesserung und besaß einen Anbau mit Werkstätten, Gießerei und Magazin. In den 60er Jahren wurden hier Lokomotiven der Baureihe V 60 abgestellt.

Der auch als ‚Bismarcker Zwiebel‘ bezeichnete Wasserturm wurde von der Firma Aug. Klönne aus Dortmund gebaut und im Juli 1978 verschrottet, ebenso die Bekohlungsanlage, von der nur die Kohlebansen erhalten sind. Besandungsanlage und Sandbunker sind noch vorhanden.

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