Zwieback Factory

Zwieback Factory

Am 5. Dezember lief hier das Letzte Zwieback vom Band. Unter der Leitung von Carl-Jürgen Brandt wurde in Thüringen eine neue Produktion aufgemacht. Ca. 500 Menschen verloren dadurch Ihren Arbeitsplatz. Die Verwaltung des Bäckerei Großbetriebes blieb in Hagen, zog aber 2006 in die Kölnerstr.
Vier der einst 500 Mittarbeiter zogen mit nach Ohrfruf.

Am 21. Oktober 1912 gründete der 26-jährige Bäcker- und Konditormeister Carl Brandt (1886–1965) gemeinsam mit seinem Bruder Fritz Brandt (1893–1957) die Märkische Zwieback- und Keksfabrik C. & F. Brandt GmbH in Haspe, heute Stadtteil von Hagen.
1929 wurde die Zwieback-Herstellung mechanisiert, die erste selbstentwickelte und patentierte Zwieback-Schneidemaschine kam in der Firma Brandt zum Einsatz. Acht Jahre später, 25 Jahre nach der Gründung, hatte das Unternehmen bereits 700 Mitarbeiter.
Im Jahr 1940 erwarb Brandt die Firma „Zugspitze“ Keks- und Schokoladenfabrik AG in Landshut. 1956 wurde dem Firmengründer Carl Brandt für seine Verdienste um die deutsche Ernährungswirtschaft das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen. Als Carl Brandt 1965 starb, übernahm seine 20 Jahre jüngere Ehefrau, Betty Brandt, die Geschäftsführung.
1975 übernahm Brandt die mehrheitliche Beteiligung an der Pauly Zwiebackfabrik GmbH & Co. KG in Friedrichsdorf und Wenkbach, einem Ortsteil der Gemeinde Weimar (Lahn). Nach dem Tod von Betty Brandt im Jahr 1984 wurde Carl-Jürgen Brandt, der Adoptivsohn des Firmengründers, alleiniger Gesellschafter des Unternehmens. 1988 übernahm Brandt das Schokoladenunternehmen Gieselmann & Wille in Herford, im selben Jahr den Gebäck-Spezialisten Gottena mit Produktionsstätten in Schneverdingen und Uelzen. 1990 schloss Brandt eine Vertriebskooperation mit dem Neukircher Zwiebackwerk in Sachsen.
Der Umsatz der Brandt-Gruppe stieg in diesem Jahr erstmals über 500 Millionen Mark (rund 252 Millionen Euro). 1995 verkaufte Brandt seine Gebäcksparte (Brandt und Gottena) an die Bahlsen KG in Hannover. Heute wird nur noch ein Brandt-Gebäckprodukt angeboten, „Brandt-Hobbits“ von Bahlsen.
1996 begann eine Kooperation mit dem finnischen Knäckebrot-Hersteller Vaasamills Ltd.. 1997 präsentiert sich die Brandt-Firmengruppe mit 1800 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 260 Millionen Mark (131 Millionen Euro). Seit Mai 2001 gehört die Burger Knäcke GmbH + Co. KG zur Brandt-Gruppe.
Seit Sommer 2007 gibt es für die gesamte Brandt-Gruppe nur noch ein einziges Logo. Es zeigt ein orangefarbenes Rechteck, aus dem sich das „Brandt-Kind“ mittig nach oben erhebt. Im unteren Teil ist der Schriftzug „Brandt“ zu sehen. Die untere Kante des Rechtecks ist blau. Die alten Brandt-Logos wurden Zug um Zug abgeschafft.
Am 15. Juli 2014 übernahm Brandt die 1985 gegründete Schoko-Dragee GmbH in Rhede (Marke Corifeo).

Google+ Linkedin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*

*